Ultraschall, Laser, Paraffin, TENS

Ultraschall:

Bei Verletzungen und Erkrankungen des Muskel-, Sehnen-, und Gelenkapparats kann eine Ultraschalltherapie zum Einsatz kommen, die Schmerzen und andere Beschwerden lindern kann. Die Schallwellen sorgen für eine thermische Wirkung im Gewebe und setzen Zellen in Schwingungen, was einer Art Tiefenmassage gleichkommt. Da die Wärme, die bei der Anwendung entsteht und häufig deutlich spürbar ist, Entzündungen nicht verstärkt, kann er auch bei sogenannten akuten Zuständen eingesetzt werden.

Eine Ultraschalltherapie wird eingesetzt bei:

  • rheumatologischen Erkrankungen (z.B. Arthrosen, Sehnenscheidenentzündungen, Epicondylitis, …)
  • Narbenbehandlung
  • Muskelzerrungen
  • Tendinosen
  • Kontrakturen
  • Distorsionen

Laser:

In der Ergo- und Physiotherapie richten sich die Anwendungen vor allem auf Verschleißerscheinungen und/oder Entzündungen der Bewegungsorgane und Gelenke.

Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Wundheilung zu beschleunigen und Entzündungen zu bekämpfen.

Die Softlaser-Behandlung ist nebenwirkungsfrei und absolut schmerzlos.

Die Wirkung der Laserbehandlung beruht auf verschiedenen Vorgängen:

Durch hochenergetisches, gebündeltes Licht in Form eines Punktlasers wird die Durchblutung im behandelten Gewebe angeregt und der Stoffwechsel wird verbessert. Die Zellen werden durch die zugeführte Energie stimuliert den Zellstoffwechsel zu erhöhen und die Zellproliferation wird angeregt. Entzündliche Produkte und Flüssigkeitsansammlungen können schneller beseitigt werden und Heilungsprozesse beschleunigen sich durch eine Erhöhung der lymphatischen und venösen Mikrozirkulation.

Zudem lässt sich eine Stimulation der Endorphin-Ausschüttung feststellen. Daher ist der Laser in hohem Maße geeignet als Schmerztherapie für die Behandlung von entzündlichen und traumatischen Veränderungen des Bewegungsapparates.

Folgende Diagnosen können behandelt werden:

  • Arthrose
  • Periarthritis
  • Prellungen und Zerrungen
  • Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündungen
  • Epicondylitis (Tennis-, Golferellenbogen)
  • Sehnen- und Muskelschmerzen

Paraffin:

Das Paraffinbad ist eine Form der Wärmetherapie. Es regt die Durchblutung an und pflegt durch das verwendete Paraffinwachs gleichzeitig trockene und rissige Haut ohne Arzneistoffe.

In unserer Ergo- und Physiotherapie kommt das Paraffinbad in folgenden Behandlungen zum Einsatz:

  • Arthrose
  • Arthritis
  • Rheuma
  • Muskelverspannungen
  • Zerrungen und Verstauchungen
  • sowie bei der Nachbehandlung von Kontrakturen

TENS:

Die TENS-Behandlung wird zur allgemeinen Schmerzbehandlung und zur Stärkung einzelner Muskel eingesetzt.

Damit lassen sich an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers die unterschiedlichsten Effekte erzielen: von einer deutlichen Muskelkontraktion bis zu einem kaum wahrnehmbaren Kribbeln. Ein Vorteil ist, dass die Elektroden und Sonden genau dort angebracht werden können, wo man eine Wirkung erzielen will.

Wie genau wirkt die Anwendung eines TENS-Gerätes?

Der menschliche Körper produziert kleine Mengen Strom, um damit Abläufe zu steuern. Insbesondere die Muskulatur ist für ihre Bewegung auf elektrische Reize angewiesen. Ein TENS- oder EMS-Gerät imitiert diese kleinen Stromsignale und ermöglicht dadurch unter anderem eine Elektromassage, Muskeltraining und eine Förderung der Durchblutung.

Auch für die Übermittlung von Schmerzreizen wird vom Körper Elektrizität verwendet. Die Zusammenhänge sind inzwischen gut erforscht, sodass durch Reizung eines Nervenstrangs ein anderer gehemmt werden kann (Kontrollschrankentheorie). Dadurch ist es möglich, chronische Schmerzen zu lindern, ohne dass es zu Nebenwirkungen kommt.

Oder ganz kurz:

Bei der TENS-Therapie wirken elektrische Impulse durch die Haut auf Nerven und Muskulatur. Die natürliche Reizweiterleitung des Schmerzes wird unterbrochen und so der Schmerz ausgeschaltet.

TENS wird angewendet bei:

  • Kopfschmerz (Migräne, Spannungskopfschmerzen)
  • Schleudertrauma, Hinterkopf und Nackenschmerzen
  • Neurologisch bedingte Schmerzen (z.B. Hemiplegie, Lähmungen)
  • akuten und chronischen Schmerzen der Muskulatur/Gelenke
  • HWS-/BWS-/LWS- Syndrom, auch Ischiasnerv/Hexenschuss/Lumbalgien
  • Tennisellenbogen und Golferellenbogen (Epicondylitis)
  • Sportverletzungen
  • Neuralgien
  • Phantomschmerz (Schmerzen nach Amputationen)
  • postoperativ zum Muskelaufbau
  • Frakturschmerzen